Permakultur und Geomantie auf der kroatischen Insel Brač

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Permakultur und Geomantie auf der kroatischen Insel Brač

Permakultur in Brač

Permakultur in Brač, © Laurent Lange 2019

Ende August 2018. Mirjana und ich sind für 10 Tagen nach Kroatien, auf die Insel Vis, für Ferien gegangen. Aber nicht nur.

Mit den Schlüsselwörtern „Permakultur“ und „Kroatien“ hat uns die Suchmaschine unseres Browsers das Ergebnis „Gea Viva Camp Permakultur“ angezeigt. Auf der Homepage gelandet, war unsere Überraschung gross, dass die Hauptverantwortliche des Camps, Sabine, ursprünglich aus Deutschland kommt und schon seit neun Jahren auf der Insel Brac lebt. Das Problem der Verständigung und Übersetzung war also gleich aus dem Weg gefegt. Nach einem E-Mail-Austausch über unser Interesse, ein Interview mit Sabine durchzuführen und die Permakultur-Fläche zu besichtigen, haben wir uns mit Sabine geeinigt, einen Tag beim Gea Viva Camp zu verbringen.

Nun sind unsere Ferien auf der Insel Vis bald zu Ende und die Zeit ist gekommen, um uns nach Brac aufzumachen. Wir erkundigten uns über den Schiff-Fahrplan. Der erste und auch letzte Katamaran des Tages von Vis nach Brac fährt am nächsten Tag um 6 Uhr morgens und zudem auf die andere Seite der Insel. Für uns ist klar: Wir nehmen zwar eine teurere Variante, die dafür spassiger und schneller ist und bei der wir die Zeit selbst bestimmen können. Diese Variante nennt sich Speed-Boot.

Am nächsten Tag haben wir das Speed-Boot um 9 Uhr geholt und waren innerhalb von eineinhalb Stunden schon auf der Insel Brac. Es hat gewackelt, geschüttelt und uns geschleudert, doch sind wir wohlauf angekommen. Wir gingen gleich zu unserem Hotel und deponierten unsere Koffer, assen was und erkundigten uns, wie wir zu Fuss zum Gea Viva Camp kommen. Da wir um 12 Uhr mit Sabine abgemacht haben, hat uns das Servicepersonal des Hotels geraten, ein Taxi zu nehmen.

Das war schlau. Wir glaubten, es sei nicht so weit, die Realität sah jedoch anders aus. Die Strasse zur Gea Viva ging steil hoch und war nicht wirklich für Fussgänger geeignet. Dazu sagte uns der Taxi-Fahrer, dass es viele giftigen Schlange gebe. Glauben konnten wir ihm nicht wirklich und Sabine bestätigte uns später, dass es zwar giftige Schlange gebe, aber niemand vom Gea Viva Camp bis jetzt gebissen wurde sei oder Schlangen gesichtet habe, da diese generell sehr menschenscheu seien.

Nun sind wir am Ziel angelangt und hatten mit dem Taxifahrer viel gelacht. So läuft es in Dalmatien, ein Witz nach dem anderen. Sabine empfing uns herzlich. Nach einem kurzen Gespräch fingen wir mit dem Rundgang über das Camp an.

Die Besichtigung des Gea Viva Camps

1. Neuer Eingang des Camps

Bei der Besichtigung zeigte uns Sabine zuerst den neuen Eingang des Camps, der aus Ferrozement gemacht wurde. Ferrozement ist Zement, das mit Sand gemischt wird. Bei diesem Bau erklärte uns Sabine, dass Sie viel Kalk benutzt hat und wenig Zement, um es ökologischer zu gestalten.

Armatur aus Ferrozement

Armatur aus Ferrozement

2. Steinhäuschen

Dann gingen wir zum traditionellen Steinhäuschen, das auf Kroatisch „Bunja“ heissen. Es ist in Trockenmauerbauweise gebaut und in der Adria meist in den Gegenden Sibenik und Zadar zu finden. In den meisten Fällen werden Bunja rundlich gebaut. Sie gelten als eine Rarität und als ein sehenswertes Konstrukt.

Steinhäuschen

Steinhäuschen

3. Das Steinkreisauditorium

Das Steinkreisauditorium wirkt als Erdakupunktur und würdigt die Kraft und Intelligenz des Herzens. Der Steinkreis wird für Veranstaltungen, zum Tanzen oder zum Meditieren benutzt.

Steinkreisauditorium

Steinkreisauditorium

4. Der Mosaikdrachen

Beim Mosaikdrachen konnte ich optische Ähnlichkeit zu den Werken des Künstlers Bruno Weber finden. Als Laie möchte ich mich nicht weiter dazu äussern, ausser zu sagen: Der Mosaikdrache sieht sehr schön aus.

Mosaikdrachen

Mosaikdrachen

5. Der Wassertank

Der Wassertank ist eine Grube, wo das Wasser von den Strassen runterläuft und im Winter das Becken füllt. Im Frühjahr wird dieser Tank von Fröschen und leider auch von vielen Stechmücken besucht. Der Wassertank ist eine gute Möglichkeit, Regenwasser nach ökologischen Prinzipien einzusammeln. Durch die Frösche wird das Ökosystem reguliert.

Wassertank

Wassertank

Geomantie und Permakultur

Wir kehren auf den Titel des Beitrags zurück: „Geomantie und Permakultur“. Sind die beiden Begriffe kompatibel? Was haben sie miteinander zu tun?

Geomantie ist, kurz gefasst, die Kunst, Natur und Ortsqualität zu erkennen. Es ist ein uraltes Wissen, das dem Feng Shui ähnelt und das unter anderem in der Architektur, Wohngesundheit, Landschafts- und Gartenplanung angewendet wird.

Wir blenden für diesen Beitrag die ebenfalls spannenden Gebiete wie Architektur und Wohngesundheit aus und widmen uns der Landschafts- und Gartenplanung. Geomantie ist wie Permakultur als holistische Methode zu betrachten. Wie auch Permakultur funktioniert Geomantie mit Energien. Wenn wir in der Permakultur vom Design reden, geht es um die optimale Nutzung von Energien. In der Permakultur werden Sonne und Mond als Energiebarometer genutzt, um am richtigen Ort und zur richtigen Zeit zu pflanzen. Ausserdem wird die Erdenergie (die Qualität des Bodens) mit pH-Wert gemessen, um eine eventuelle Verbesserung des Bodens und sinnvolle Verpflanzung in Gang zu setzen.

Die Geomantie in Kombination mit Permakultur ermöglicht, die richtigen Entscheidungen für den Garten zu treffen. Weil Permakultur im vollen Umfang mit der Natur arbeitet, kann Geomantie die Störfaktoren beim Gartenanlegen erkennen. Sie ermöglicht es, die richtigen Entscheidungen zu treffen und schlussendlich eine erfolgreiche Ernte zu bekommen. Geomantie ist viel mehr als das obenerwähnte. Für uns von PKBlog ist sie ein neues, spannendes Thema.

Leider haben wir erfahren, dass manche Menschen, die Permakultur betreiben, Gegner von Geomantie sind. In der Permakultur wird nichts ausgeschlossen, was mit der Natur zusammen arbeitet. Wie etwa die Geomantie. Immer wieder wird die Methode von Menschen kritisiert, die keinen offenen Geist besitzen und selber solche Methoden nicht ausprobiert haben. Die Zunge bewegt sich bei einer Minderheit schneller als die Neurotransmitter. Diese Geisteshaltung ist kontraproduktiv und reflektiert kein hohes Niveau. Diese Menschen betreiben wohl etwas, aber es gehört nicht unter den Namen Permakultur.

Birne aus Gea Viva PK-Garten

Birne aus Gea Viva PK-Garten

Apfel aus Gea Viva PK-Garten

Apfel aus Gea Viva PK-Garten

Kräuter-Steingarten

Kräuter-Steingarten

Kräuter vom Steingarten

Kräuter vom Steingarten

 

Falls du Ferien in Kroatien machst und in der Gegend bist, lohnt es sich, bei Sabine vorbeizugehen und das Gea Viva Camp anzuschauen. Sabine wird sich sicherlich freuen 🙂

Milna - Insel Brač, Kroatien

Milna – Insel Brač, Kroatien

Video

Im folgenden Video erfährst du noch viel mehr. Unter anderem, was Sabine dazu bewegte, alles zurückzulassen und nach Kroatien zu gehen und wie sie zur Permakultur kam. Viel Spass!

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