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Samenbomben: Die Pflanzenrevolution

Eine Samenbombe zu Werfen

Eine Samenbombe, 2019 © Laurent Lange

Grossstädte mittels friedlichen Samenbomben von langweiligen, grauen, traurigen Betonwüsten befreien. Das ist die Idee hinter der„Guerilla-Gardening-Bewegung“. Sie ist in den 70er-Jahren in New York entstanden.

Rebellische Gärtner

Die „Guerilla-Gardening-Bewegung“setzt sich aus Aktivisten und Pazifisten zusammen, die sich für die Umwelt einsetzen. Ihre treibende Kraft: Ziviler Ungehorsam. Guerilla-Gärtner wurden auch schon öfter bei Demos gegen Gentechnologie und Grosskonzerne wie Monsanto oder Bayer gesichtet. Mit ihren Samenbomben wollen sie unter anderem friedlich über die katastrophalen Auswirkungen von Monokultur auf die Natur aufmerksam machen.

5 Gründe, mitzumachen

Vielleicht denkst du dir, dass du keiner Guerilla-Bewegung angehören und nichts Illegales machen willst. Ich kann dich beruhigen: Das musst du natürlich nicht.

Du brauchst keiner Bewegung anzugehören, um Samenbomben zu werfen. Und wenn Samenbomben etwas Illegales sind, dann ist unser System verrückt geworden – und husten kann dann plötzlich auch illegal sein.

Hier paar Gründe, warum auch du Samenbomben werfen solltest:

  • Samenbomben kommen den vom Aussterben bedrohten Bienen zugute.
  • Samenbomben führen zu mehr Biodiversität.
  • Grün übermittelt unserem Gehirn ein positives Gefühl – auch unbewusst.
  • Dank dem Grün wirken Grossstädte nicht mehr so monoton.
  • Pflanzen produzieren Sauerstoff in einer umweltbelasteten Umgebung.

Übrigens: Um die Samenbomben, die nicht keimen, kümmern sich die Vögel.

Wie funktioniert eine Samenbombe?

Eine Samenbombe ist kugelförmig und beinhaltet Lehm, Erde, Wasser und Samen. Durch die Trägerstoffe sind die Samen vorerst von Vögeln und anderen Tieren geschützt. Man wirft sie einfach an den gewünschten Ort und sobald es regnet, verschmilzt der Lehm und die Samen keimen.

Welche Samen?

Auf jeden Fall sollten die Samen Bio sein. Eine Idee ist, Samen zu benutzen, die zu bienenfreundlichen Pflanzen wachsen. Mittlerweile weiss fast jede und jeder, wie wichtig die Arbeit der Bienen für die Umwelt ist – und am Ende auch für uns Menschen.

Zudem sollten die späteren Pflanzen wenig Pflege brauchen, wie etwa Pfefferminze. Die laut Netz am meisten verwendeten Samen sind Tagetes, Sonnenblumen, Ringelblumen oder Kapuzinerkresse. Selbstverständlich kannst du auch deine eigene Samenmischung herstellen.

Wann werfen?

Ideal ist der Frühling – also zwischen April und Ende Juni. Auf jeden Fall musst du die Aussaatzeit, die auf der Packung steht, befolgen. Dann ist, je nach Bedürfnis der Samen, ein Wurf bis im Herbst möglich.

Wo werfen?

Die Möglichkeiten sind vielfältig: Du kannst deine Samenbomben etwa auf ein verlassenes Grundstück, neben einen Baum, auf eine Piazza oder auf einen Hofwerfen.Fast jede erdige und grüne Fläche bietet sich an. Sinnlos ist es, die Samenbomben dahin zu werfen, wo die Pflanzen keine Möglichkeit zum Wachsen haben.

Die Idee der Samenbomben ist, traurige, graue Grossstädten mit Pflanzen zu verschönern. Du solltest keine Samenbomben in Naturschutzgebiete werfen. Das Ziel ist und bleibt die Grossstadt.

Wir hoffen, dass wir dich überzeugen konnten. Mit Kindern friedliche Samenbomben zu basteln, sicher auch Spass machen. Kinder brauchen immer wieder Action­–Samenbomben basteln kann da eine tolle Beschäftigung sein. Vermittle dabei unbedingt auch die Hintergründe der Samenbomben. So einfach kann man Kindern Werte übermitteln.

Jetzt gehts ans Werk. Hier ein Video, wie du Samenbomben selbst herstellen kannst.

Willst du deine Erfahrungen mit uns teilen oder hast du Fragen? Wir freuen uns, wenn du uns einen Kommentar hinterlässt.

Viel Spass:-)

2 Comments

  1. Avatar LOUISE PHILIPPS sagt:

    Bonjour,
    Encore une belle trouvaille et bon pour la planète.
    Merci.

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