So verbesserst du deinen Boden

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So verbesserst du deinen Boden

Kleine Schaufel mit Erde

Kleine Schaufel mit Erde, 2018 © Laurent Lange

Du hast deinen Boden im Labor untersuchen lassen oder selbst getestet und stehst nun vor der Tatsache, dass er zu sauer oder zu alkalisch ist. Kein Grund zur Panik! Mit der richtigen Pflege und den richtigen natürlichen „Zusatzstoffen“ kommt es gut 😉 Schauen wir uns an, wie wir die verschiedenen Bodenarten verbessern können.

Schwerer Boden

Problem:

Schwerer Boden neigt zu Staunässe oder, wenn der Boden trocken ist, dazu rissig zu werden.

Lösung:

Wenn der Boden nicht mehr zu nass ist, kannst du ihn mit einer Grelinette auflockern. Dann fügst du der Erde etwas Sand und reifen Kompost hinzu. Zusätzlich kannst du Würmer ansiedeln, sie werden den Boden lockern. Durch Mulchen kannst du das Bodenleben und somit die Durchlüftung begünstigen. Zu guter Letzt kannst du, bevor du Gemüse anbaust, Lupinen oder Sonnenblumen anpflanzen. Die Wurzel der Pflanzen gehen tief in der Erde und sind eine gute Hilfe, um schweren Boden zu verbessern.

Mittelschwerer Boden

Mittelschwerer Boden ist eigentlich der optimale Boden. Er vereint die positiven Eigenschaften von schweren und leichten Böden.

Dennoch:

Ganz ohne Pflege geht es nicht. Auflockerung im Frühjahr und regelmässiges Düngen im Sommer sind auch für den mittelschweren Boden wichtig.

Leichter Boden

Problem:

Leichter Boden ist wasserdurchlässig und kann Nährstoffe nicht richtig speichern.

Lösung:

Mit Tonmehl oder Lehm, Humus und Kompost verbesserst du den leichten Boden deutlich. Mulchen ist ebenfalls eine grosse Hilfe, da es den Boden feucht hält. Auch regelmässiges Düngen im Sommer gehört zur Pflege von leichten Böden.

Kalkhaltiger Boden

Problem:

Kalkhaltiger Boden sieht weisslich und kreideartig aus. Der Boden ist zwar gegenüber dem leichten Boden nährstoffreich, trocknet aber schnell aus.

Lösung:

Humus, Lehm oder Kompost senken den hohen pH-Wert der Erde. Mit sehr alkalischen Böden wie dem kalkhaltigen Boden ist die Verbesserung allerdings minim. Deshalb: Wenn du eine kalkhaltige Ecke findest, dann schaue, dass du dort Pflanzen anbaust, die Kalk lieben.

Saurer Boden

Problem:

Saurer Boden ist zwar nährstoffreich, aber nicht gut durchgelüftet. Er verfügt über einen pH-Wert unter 6,5.

Lösung:

Wenn der Wert unter 5,3 liegt, ist die Zugabe von Kalk eine wichtige Hilfe. Mit nur wenig Kalkzugabe werden solchen Böden verbessert. Sei aber Vorsichtig im Umgang mit Kalk: Ein Zuviel setzt kurzfristig viele Nährstoffe frei, aber langfristig wird die Erde abgenützt. Studiere die Packungsbeilage gut, um die richtige Menge an Kalk beizufügen.

Fazit

Mit einfachen Zugaben kann man seinen Boden verbessern. Die einfachste Methode wäre ja, die Böden so zu nutzen, wie sie sind. Diese Methode hat aber den grossen Nachteil, dass damit deine Ernte ganz mager ausfallen könnte.
Hast du deinen Boden schon verbessert? Falls ja, erzähle uns doch, ob deine Methoden denen von PKBlog ähneln!

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