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Welche Pflanzen für welchen Boden?

Salbei in einer Mischung aus Kies, Stein und Erde angepflanzt

Salbei in einem durchlässigen Boden angepflanzt, © Laurent Lange 2022

Boden ist nicht gleich Boden. Und ob der Boden etwa eher sandig, lehmig oder kalkig ist, entscheidet darüber mit, wie gut deine Pflanzen gedeihen.

Es gibt verschiedene Bodenarten. Nachdem du herausgefunden hast, welche Bodenart und welche pH-Werte dein Garten hat, gilt es, die richtigen Pflanzen im richtigen Boden anzupflanzen.

Mittelschwerer Boden

Die meisten Nutzpflanzen wachsen gut auf mittelschwerem Boden. Ein solcher ist lehmig und pH-neutral mit einem pH-Wert zwischen 6,5 und 7,4. Aber eben nicht alle Nutzpflanzen mögen mittelschweren Boden.

Leichter Boden

Leichter Boden hat einen hohen Anteil an Sand und einen niedrigen pH-Wert, ist trocken und durchlässig. Wo wilde Pflanzen wie etwa Spitzwegerich oder Glockenblumen wachsen, ist der Boden wahrscheinlich leicht.

In leichtem Boden wachsen am liebsten Pflanzen, die wenig Wasser und Nährstoff benötigen. Zum Beispiel:

  • Mediterrane Kräuter wie Rosmarin, Salbei, Lavendel oder Thymian.
  • Wurzelgemüse wie Zwiebeln, Spargeln, Rettich, Karotten, Kartoffeln (je nach Sorte).
  • Früchte wie Aprikosen, Brombeeren und Erdbeeren.
  • Salate wie Feldsalat oder Kopfsalat.
  • Nicht zu vergessen: Die Weinrebe fühlt sich besonders wohl in leichten Böden.

Schwerer Boden

Schwerer Boden hat einen hohen Anteil an Ton, einen hohen pH-Wert und ist nass und durchlässig. Wo wilde Pflanzen wie etwa Butterblumen oder Gänsenblümchen wachsen, ist der Boden eher schwer.

In schwerem Boden wachsen am liebsten Pflanzen, die viel Wasser und Nährstoffe benötigen und auf Staunässe nicht empfindlich reagieren. Zum Beispiel:

  • Kräuter wie Petersilie, Schnittlauch, Sauerampfer, Lungenkraut und Pfefferminz.
  • Gemüse wie Topinambur, Kohl, Rhabarber und Spinat.
  • Früchte wie Pflaumen, Äpfel, Birnen und Mirabellen.
  • Salate wie Endivien, Zichorien, Friseesalat und Löwenzahn.
  • Getreide wie Weizen, Hafer, Spelz und Rotklee.

Kalkhaltiger Boden

Kalkhaltiger Boden hat einen hohen Anteil an Kalziumkarbonat, einen hohen pH-Wert, ist trocken und nährstoffarm. Böden, in denen Acker-Senf, Acker-Stiefmütterchen oder Acker-Winde wächst, sind wahrscheinlich kalkhaltig. Auf kalkhaltigen Böden gedeihen Pflanzen, die wenig Nährstoffe benötigen. Zum Beispiel:

  • Méditerranée-Kräuter wie Lavendel, Rosmarin, Estragon oder Salbei fühlen sich in kalkhaltigem Boden wie zu Hause.
  • Gemüsen wie Karotten, Knoblauch,Radieschen oder Kohl.
  • Früchte wie Himbeeren, Brombeeren, Quetschen, Mirabellen oder Reineclauden.
  • Salate wie Kopfsalat oder Pflücksalat.
  • Nuss– und Haselnussbäume.

Der kalkhaltige Boden ähnelt dem leichten, sandigen Boden. Das bestätigt: Wenn du die Hauptbodenarten – leicht, mittelschwer und schwer – kennst, besitzt du die wichtigste Wissensgrundlage über Bodenarten.

 

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