Hilf der Erde und deinem Garten mit Terra Preta

Brunnenkresse-Anbau im Topf
Brunnenkresse in Töpfen auf dem Balkon anpflanzen
20. Juni 2020

Hilf der Erde und deinem Garten mit Terra Preta

Selbst hergestellte Terra preta: Gartenkompost mit Erde und Holzkohle (siehe Pfeile)

Selbst hergestellte Terra preta: Gartenkompost mit Erde und Holzkohle (siehe Pfeile)
Foto:  © Holger Casselmann 2020  / Lizenz: CC BY-SA 3.0

Wir werden überflutet von alarmierenden Nachrichten über den „Klimawandel“. Die globale Erwärmung unseres Planeten ist eine Tatsache, aber ihre Folgen sind noch weitgehend unbekannt.

Im Web kursieren verschiedene Theorien, Wissenschaftler sind sich uneinig und Politiker von links bis rechts verbreiten ihre übliche festgefahrene Ideologie (Eigeninteresse). Die Linken ziehen die Alarmglocke und rufen zu Mobilisierung auf (Panikmacherei), während die Rechten meinen, es sei nur Angstmacherei, die Entwicklung sei ganz normal und der Staat wolle uns lediglich mit einer CO2-Steuer abzocken. Wir schliessen uns eher der Rechten, nicht neoliberalen Ansicht an. PKBlog ist weder links noch rechts, wir bevorzugen selber zu denken 😉

Wir von PKBlog sind keine Klima-Experten, doch wir informieren uns und haben uns eine Meinung über den Klimawandel gebildet. Der Klimawandel ist für uns nicht Menschengemacht! Informiert euch ausserhalb der Mainstream-Einheitsdenken-Propaganda um eine unabhängige, zweite Meinung zu holen. Tatsache ist: Mutter-Erde braucht Hilfe und viele Ackerflächen weisen einen Boden mit niedriger Qualität auf. Man spricht von einem weltweiten, drastischen Humusschwund.

Die Ursache – um es einfach zu erklären – ist der hohe Anteil an Kohlendioxid in der Atmosphäre, was durch die Erwärmung des Planeten den Treibhauseffekt verursacht (die meistverbreitete Mainstream-Version). Dennoch ist CO2 nicht so schädlich wie das Establishment uns eintrichtern will. Und ja, einen Humusschwund macht unsere Böden unfruchtbar. Und es hilft natürlich nicht, dass die konventionelle Agrarindustrie mit Pestiziden noch weiter zur Humusschwund beiträgt.

Weisst du was? Du kannst deinen Garten so fruchtbar wie noch nie machen und einen kleinen aber wichtigen Beitrag zur Rettung NICHT des Klimas, sondern eine Beitrag zur Erhaltung Mutter-Erde leisten. Dies mit der schwarzen Erde, genannt Terra Preta.

Terra Preta: Das schwarze Gold und die Umwelt

Terra Preta, abgeleitet aus dem Portugiesischen, bedeutet „schwarze Erde“ und kommt ursprünglich aus dem Amazonas. Doch keine Angst, du kannst sie bei dir zuhause selber machen!

Diese rabenschwarze Erde bezeichnet einen sehr fruchtbaren Boden. Terra Preta zeichnet sich dadurch aus, dass sie Wasser und Nährstoffe sehr gut speichern kann, was unsere Böden nicht so gut können. Die Speicherung dieser zwei Elemente ist den Schlüssel zu reichen Erträgen.

Terra Preta ist nicht rein durch den nährstoffreichen Regenwald entstanden, sondern auch durch die Bewirtschaftung der Erde durch die Ureinwohner. Die Ureinwohner des Regenwalds haben vermutlich Holzkohle mit Essensresten und Exkrementen zusammen unter die Erde gemischt. Menschen in Amazonas-Gebieten, welche Terra Preta auf ihren Ackerflächen haben, berichten, dass es ihnen an gar nichts fehlt und dass alles wächst. Terra Preta hat die Fähigkeit, unfruchtbaren Boden wieder fruchtbar zu machen. Und nicht nur das – sie gilt sogar als Klimaschützerin.

Kurz erklärt: Himmel und Erde bilden einen in sich geschlossen Kreislauf. Terra Preta und die entstandenen Pilze setzen Kaliumpartikel frei und geben sie in die Atmosphäre ab. Dadurch entsteht Feuchtigkeit, die sich zu Regentropfen formt. Wo Luftverschmutzung ist, gibt es weniger Wasser und wo Terra Preta eingesetzt wird, steigt die Regenneigung. Wie das Gesetz der Entsprechung besagt: “Wie oben so unten. Wie innen so aussen. Wie im Kleinen so im Grossen.“ So findet der Austausch auch in der Natur statt. Zudem kann Terra Preta den CO2-Gehalt in der Atmosphäre senken, da sie dieses der Atmosphäre entzieht und es wiederum dauerhaft im Boden speichert. Auch zum Schutz vor Bodenerosionen wirkt Terra Preta.

Pflanzenkohle herstellen und Kaffee trinken: Der Pyrolysekocher

Willst du einen super-fruchtbaren Boden bekommen und deine Erträge ohne Dünger erhöhen? Dann kommst du nicht darum herum, Pflanzenkohle zu produzieren. Damit trägst du auch zum Klimaschutz bei. Pflanzenkohle gewinnst du aus getrockneten Pflanzenresten z.B. Sträuchern, Stielen, Tannenzapfen usw.

Um Pflanzenkohle herzustellen, musst du einen Pyrolysekocher bauen. Keine Sorge, das geht ganz einfach und ist kostengünstig. Du brauchst dazu nur zwei Konservendosen. Hier ein kurzes Video für den Bau.

Video

Der Pyrolysekocher hat zwei Funktionen. Die primäre ist die Gewinnung von Pflanzenkohle. Die sekundäre: Du kannst darauf Kaffee kochen 😉 Wir haben im Video zu Demonstrationszwecken zwei kleine Dosen verwendet. Wir konnten damit nur eine Handvoll Pflanzenkohle herstellen und auch das Kaffeekochen war mühsam. Deshalb: Nimm einfach grössere Konservendosen. Je grösser, desto besser.

Wichtig: Verwende keine lackierten Dosen und sei achtsam mit dem Feuer. Behalte deinen Pyrolysekocher stets im Auge. Ein Brand kann schnell passieren, besonders in den heissen, trockenen Jahreszeiten.

Rezept für Terra Preta

Wenn du die Pflanzenkohle hergestellt und den Kaffee getrunken hast, kannst du dich der Herstellung von Terra Preta widmen.

Du benötigst

3 Teile Pflanzenkohlenstaub

15 Teile gereifter Kaltkompost

2 Teile Brennesseljauche

wenig Urgesteinmehl und Mikroorganismenferment

 Anleitung

Vermische alle Materialien und fülle sie in einen luftdichten Behälter. Lasse die Mischung während vier Wochen ruhen, damit sie fermentieren kann. Achtung: Die Mischung braucht eine Umgebungstemperatur von mindestens 15 Grad. Nach vier Wochen ist die Terra Preta fertig! 🙂

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