Waldkindergärten – lasst die Kinder in der Natur groß werden!

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Waldkindergärten – lasst die Kinder in der Natur groß werden!

Weg zum Waldkindergarten

Weg zum Waldkindergarten / Foto: © Waldkindergarten-Blog

Kinder gehören in die Natur: hier können sie ganz sie selbst sein,
echte Erfahrungen machen und ihre Grenzen erleben und erweitern.
Die Natur ist dabei der selbstverständliche „Erziehungspartner“, der ohne erhobenen Zeigefinger vieles lehrt.
Wald- und Naturkindergärten bieten unseren Kindern genau diese Gelegenheit. Sie sind in den 1950er Jahren in Skandinavien entstanden.
In Deutschland gibt es mittlerweile über 1000 davon.In diesen Jahren erleben wir die zunehmende Digitalisierung unserer Kinder. Quasi jedes Kind ab 13 Jahren
besitzt ein Smartphone – Haltungs- und Sehschäden der jugendlichen steigen weltweit. Wald- und Naturkindergärten sind eine
große Chance diesen Prozess zu verlangsamen und den Kinden ein eigenes, besonderes Wertesystem zu geben.Was machen die Kinder im Wald ohne Spielsachen?
Kinder im Wald spielen mit allem, was sie entdecken. Finden sich dann mehrere Kinder zusammen,
die gemeinsam spielen möchten, müssen sie sich darüber austauschen, was sie vorhaben:
ist der Stock gerade eine Angel oder ein Scheibenwischer?
Über den Umgang mit undefiniertem Material findet ganz nebenbei eine natürliche Sprachförderung statt.

Die Kinder lernen den Wald lieben
Am Hambacher Forst erleben wir gerade wie tausende Junge Menschen für einen alten Wald kämpfen.
Er soll dem Braunkohletagebau von RWE zum Opfer fallen. Das ist doppelt absurd, denn gleichzeitig tagt die Kohlekommission über den Ausstieg aus der Kohle.
“Man kann nur schützen, was man liebt und man kann nur lieben, was man kennt.”

Der Wald gibt den Kindern so viel zurück
* Positive Entwicklung der kindlichen Wahrnehmung und Motorik
* Waldkindergartenkinder sind zum Schuleinstieg in der Regel eine Nasenlänge voraus
* Gesundheitlich bessere Konstitution und Unfall sicherer / Fallen besser
* Da es kein konventionelles Spielzeug gibt wird Sprachentwicklung gefördert

Und wenn es regnet? Ist doch matschig!
Wir sind bei jedem Wetter draußen. Und die Kinder werden erwiesenermaßen dadurch nicht ständig krank.
Ganz im Gegenteil: das Immunsystem wird durch häufigen Aufenthalt an der Luft auf natürliche Weise gestärkt.
Neben dem Umgang mit Tieren sind diese elementaren Dinge wichtig für die Entwicklung der Kinder: Wasser, Dreck, Bäume und Spielraum.

Was machen die Kinder den ganzen Tag im Wald?
Der Tagesablauf in einem Natur- und Waldkindergarten beginnt draußen mit dem Morgenkreis – zum Beispiel auf einem
selbst gebauten Waldsofa. Hier wird geguckt wer alles da ist, passend zur Jahreszeit gesungen und erzählt und der Tag geplant.
Abhängig vom Wald gibt es dann verschiedene Waldplätze die besucht werden. Jeder hat eine Besonderheit.
Einer hat eine schöne Aussicht, der andere eigent sich zum klettern und wieder einer hat einen tollen Abhang.
Die Erzieher sind meistens gut ausgebildet darin, virtuose Klettergerüste aus Seilen zu knoten.

Wenn man als Pädagoge einmal im Wald mit Kindern gearbeitet hat, möchte man nichts anderes mehr. Unsere Kinder
sind und waren im Waldkindergarten bei Köln. Dort bieten wir aktuelle auch eine Eltern-Kind-Waldspielgruppe an.

Gastbeitrag von Kai und Sabine (https://www.waldspielgruppen.de)

1 Comment

  1. Avatar Helga sagt:

    Pur Natur ist immer lehrreich! Die Idee mit dem Lager finde ich super! Bei uns war aber der Fall, als wir zurück mit den Flöhen nach Hause gekommen waren. Ich weiß, dass dieses Problem nicht nur bekommen haben, dass man auch später in die Schädlingsbekämpfung investiert hat. Aber uns hat die Arznei von der Apothekerin empfohlen und leicht haben wir vom Problem vergessen! Danke für die Sorge f+r unsere Kinder!

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