Die Wildhecke: Eine Rückzugsmöglichkeit für viele Tiere

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Die Wildhecke: Eine Rückzugsmöglichkeit für viele Tiere

Junge Sträucher

Junge Sträucher, © Laurent Lange 2018

Eine Wildhecke befindet sich in unmittelbarer Nähe des Waldes. Sie fungiert als fliessender Übergang zwischen den landwirtlichen Zonen und dem Wald und verhindert das abrupte Enden einer Zone ohne Übergang.

Eine Wildhecke als Übergang von Zonen ist eine intelligente Nutzung der Flächen – nicht nur aus ökologischer Sicht.

Hier paar Vorteile: Wildhecken sehen schön aus, bieten Schutz und Rückzugsmöglichkeiten für nützliche Insekten und allerlei Kleintiere, sind eine Zusammenarbeit mit Tieren und Insekten, wie sie die Permakultur stets befürwortet, dienen als Wind- und Sonnenschutz, verhindern Bodenerosion und sind optimal für die Biodiversität.

Die Pflanzen der Wildhecke

Es sollten einheimische Gehölze und nichts Fremdes eingepflanzt werden, weil Nützlinge sich von einheimischen Pflanzen ernähren und mit den exotischen Pflanzen wenig anfangen können. Es gibt genügend einheimische Gehölze, keine Sorge. Auch wichtig ist, verschiedene Sorten anzupflanzen. Die Vielfalt der Gehölze bedingt die Vielfalt der Nützlinge.

Eine Wildhecke hat unter anderem Sanddorn, Schwarzdorn, Kornellkirsche, Holunder, Hasel, Linde, und Beerensträucher angepflanzt. Hier eine ausführliche Liste von einheimischen Pflanzen für die Wildhecke von Natur & Vogelschutz Meisen.

Insekten und Tiere in Gefahr – Die Wildhecken-Lösung

Die Lebensräume von Tieren werden immer enger. Überbauungen, neue Strassen und Monokultur sind nur einige Beispiele dafür, was die Tiere in Bedrängnis bringt.

In einer Wildhecke leben und wohnen Bienen, Wespen, Hummeln, Schmetterlinge, Vögel, Heuschrecken, Grillen, Kröten, Igel, Feldhasen und viele andere Tiere. Eine Wildhecke bietet den Tieren und Insekten nicht nur Nahrung, sondern auch eine Rückzugsmöglichkeit.

Ich konnte einmal einen Fuchs, der nachts im Park nach Futter suchen, beobachten. Nicht weit von da, wo ich wohne. Wenn der Lebensraum kleiner wird und die Füchse Hunger haben, wagen sie sich dahin, wo die Menschen sind, um nach Futter zu suchen. Das ist kein gutes Zeichen.

Im gleichen Park habe ich seit Jahren keinen Igel mehr gesehen. Eine Ursache dafür ist der immer kleiner werdende Lebensraum der Igel. Eine andere Ursache ist die Herbstpflege der Stadt. Wenn die meisten Blätter am Boden liegen, kommen Stadtangestellte mit Laubbläsern und reinigen alles. Statt ein bisschen Laub in die Nähe von Bäumen für die Tiere und vorallem den Igel zu lassen, lassen sie den Park kahl zurück. Wenn der Igel Ende Herbst keinen Unterschlupf findet, bedeutet das für ihn den sicheren Tod. Dabei wäre es doch so einfach, ein bisschen Laub für den Igel dazulassen. Umso wichtiger ist es, ein Igelhaus für den Garten zu bauen.

Es gibt allerlei Tiere und Insekten, die unseren Schutz und unsere Unterstützung brauchen. Wenn du keine Wildhecke anlegen kannst, kannst du ein kleines Insektenhotel für den Balkon bauen. Du kannst auf deine Terrasse oder in deinem Garten auch einfach einen unberührten Platz lassen, wo sich Äste, Zweig und Laub anhäufen. Darüber werden sich einige Tieren freuen. Es muss manchmal nicht viel sein um helfen zu können.

Wenn du eine Wildhecke anlegen kannst und auch machst: Toll! Die Natur wird es dir zurückgeben.

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