Naturteich: Darauf solltest du achten

Tomatenhelfer: Salbei, Rosmarin und Natron
3 Methoden gegen die Tomatenkrankheit „Kraut- und Braunfäule“
18. Juni 2018
Asiatischer Marienkäfer
Marienkäfer anlocken: So geht‘s
3. Juli 2018

Naturteich: Darauf solltest du achten

Naturteich in der "Bio-Gärtnerei Birchhof"

Naturteich in der "Bio-Gärtnerei Birchhof", © Laurent Lange 2018

Es gibt viele verschiedene Teicharten: Zum Beispiel den Fischteich, den Schwimmteich, den Koiteich oder den Spiegelteich. Der Teich, welcher der Permakultur am nächsten steht, ist wohl der Naturteich.

Ein Naturteich befindet sich da, wo auch eine phreatische Zone (Grundwasserzone) ist. Dann brauchst du nur zu schaufeln und der Naturteich entsteht oder ist bereits da. Wenn man von einem Naturteich spricht, ist der Teich natürlich und ohne menschliche Eingriffe entstanden. Pumpe, Folie oder Filter gibt es nicht.

Wenn die Umgebung keinen Naturteich ermöglicht, kann man einen mit Lehm oder Ton bauen. Lehm- und Tonböden sind wasserdicht, vorausgesetzt, dass der Beckenboden mindestens 30 cm dick ist.

Naturteich anlegen: Das solltest du beachten

Wenn das Grundwasser sehr nahe am Boden ist, etwa in einem Sumpfgebiet, ist es einfach, einen Naturteich anzulegen. Worauf musst du achten?

Der Standort:

Der ideale Standort ist hell, aber nicht zu sonnig. Idealerweise ein Ort, wo die Sonne nicht mehr als 6 Stunden am Tag hinstrahlt, weil ansonsten die Gefahr von zu starkem Algenwachstum besteht. Die Algen nehmen den Pflanzen und Teichbewohnern den Sauerstoff weg. Dadurch bekommt der Teich eine düstere, unschöne Miene.

Lege den Naturteich (wenn möglich) nie unter Bäumen an, da Blätter, Laub, Zweige und Äste, genau wie die Algen, die Wasserqualität beeinträchtigen.

Die Bepflanzung:

Um der Algenplage entgegenzuwirken, musst du die richtigen Pflanzen für deinen Teich auswählen. Sauerstoffpflanzen wie Tannenwedel, Wasserpest oder Hahnenfuss sind wirksam gegen den Algenwuchs und halten den Teich klar. Auch die Zonensysteme sind bei der Bepflanzung wichtig.

Grösse und Tiefe:

Je grösser, desto besser, weil ein grosser Teich keinen starken Temperschwankungen unterliegt. Auch Pflanzen und Tiere fühlen sich am wohlsten, wenn genügend Raum vorhanden ist.

Die Tiefe sollte mindestens 80 cm betragen. Damit wird im Winter verhindert, dass der Teich ganz friert. Pflanzen und Amphibien, die im Teich überwintern, sind frostempfindlich und können bei einem nicht ausreichend tiefen Teich sterben.

Tiere:

In einem Naturteich findet man Wasserfrösche, Kröten, Molche, Salamander, Libellen und viele Insekten. Auch hier sollte der Mensch nicht intervenieren und versuchen, Tiere im Naturteich anzusiedeln. Die Tiere finden den Weg zum Teich ganz natürlich.

Auch Fische sollte man nicht künstlich ansiedeln, denn die verunreinigen den Naturteich mit ihrem Kot. Auch für das ökologische Gleichgewicht sind Fische im Teich schädlich, da Sie die Eier von Amphibien essen und dadurch deren natürlich Fortpflanzung verhindern.

Pflege:

Ein Naturteich sollte ohne Pflege auskommen. Dennoch: Ein wenig Hilfe schadet nicht. Im Herbst kannst du deshalb alle organischen Materialien, die durch den Wind im Teich gelandet sind, entfernen.

Der Naturteich in der „Bio-Gärtnerei Birchhof“

Ein gutes Beispiel eines reinen Naturteichs haben wir in der „Bio-Gärtnerei Birchhof“ gefunden.

Man erklärte uns: Im sumpfigen Gebiet der Gärtnerei, gibt es im Untergrund eine dicke Schicht Lehm, die an den Wänden hochgezogen wurde – so entstand den Naturteich.

Beim Naturteich befinden sich essbare Nutzpflanzen wie Rohrkolben oder Wasserspinat, aber primär ist der Naturteich in der Gärtnerei gedacht als ein Element für die Biodiversität.

Man erklärte uns auch, dass viele Amphibien im Naturteich gesichtet wurden, und sie scheinen sich dort wohl zu fühlen.

Hast du auch einen Teich in deinem Garten? Wenn ja, welche Tiere leben darin und was machst du, damit sich Tiere und Pflanzen wohlfühlen? Wir freuen uns auf deinen Kommentar!

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.