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Finde deine Kompostierungsmethode

Verschiedene Kompostmethoden

Verschiedene Kompostmethoden, 2026 © Laurent Lange

Man kann warm- oder kaltkompostieren. Und beide Kompostiermethoden haben mehrere Untermethoden. Ein paar davon stellen wir dir in diesem Artikel vor. Ein bisschen ist eine Kompostierungsmethode aber auch wie ein Kochrezept: Jede und jeder entwickelt mit der Zeit den ganz persönlichen Stil.

Hast du dich bereits entschieden, ob du warm oder kalt kompostieren möchtest? Der Beitrag „Kompostieren: Warm oder Kalt?kann dir bei dieser Grundsatzentscheidung helfen.

Wurmkompostierung – für zuhause und für kleine Flächen

Wurmkompostieren ist eine Kaltkompostierungsmethode. Die Würmer fressen die organischen Abfälle und wandeln sie in hochwertigen Humus um. Mit dieser Methode dauert es rund sechs bis neun Monate, bis du deinen Wurmhumus ernten kannst.

Du brauchst für die Methode eine Wurmkiste. Bei der Wurmkompostierung arbeitest du mit der Hilfe lebendiger Wesen, deshalb ist der Standort sehr wichtig. Die Wurmkiste sollte an einem schattigen Standort stehen. Die Aussentemperatur sollte sich zwischen 0 und 30 Grad Celsius bewegen. Gefüttert werden die Würmer mit Essensresten, Karton und Papier. Damit die Würmer sich wohl fühlen, muss ihr Zuhause ausreichend feucht sein, Futter darf nicht fehlen und etwas Licht sollte in die Kiste dringen. Die Pflege ist nicht schwierig, aber doch ein bisschen aufwändig: Weil Lebewesen deinen Humus produzieren, musst du oft überprüfen, ob es ihnen an nichts fehlt.

Kompostieren mit Bokashi-Eimer – für zu Hause

Der Bokashi-Eimer ist ein Küchenkomposter, mit dem du alle deine Essensreste verwerten kannst. Der Bokashi-Eimer ähnelt dem Wurmkomposter. Im Gegensatz zum Wurmkomposter hast du mit dem Bokashi-Eimer aber weniger Aufwand. Zu den Essensresten gibst du Kleie und bekommst so durch die Fermentierung hochwertigen Humus. Der Bokashi-Eimer muss luftdicht sein. Ist derBokashi-Eimer voll, soll er drei Wochen ruhen – danach ist dein Kompost fertig.

Lochkompost – für kleine Flächen

Ein Lochkompost ist eine einfache und schnelle Kompostiermethode. Du gräbst ein kleines Loch in die Erde und gibst deine bereits vermischten Grünabfälle und Kartons sowie etwas Erde rein. Das Ganze bedeckst du mit Heu. That’s it! Wichtig ist bei dieser Methode, ist nicht zu tief zu graben, damit die Luft zirkulieren kann. Zudem sollte die Erde locker sein. Ist die Erde zu fest, kannst du sie mit Hilfe einer „Grelinette“ lockern. Obwohl Lochkompost eine Methode der Kaltkompostierung ist, geht sie relativ schnell, weil sich viele Kleinstlebewesen am Verrottungsprozess beteiligen. Achte mal darauf, wie viele Würmer sich nach ein paar Wochen beim Lochkompost versammelt haben.

Oberflächenkompost – für kleine und mittlere Fläche

Wir können dir jetzt schon sagen: Diese Methode ist für uns bisher ungeschlagen und die beste, die wir kennen. Sie gehört zu den Methoden der Kaltkompostierung und ist verblüffend einfach. Du verteilst alle Materialien, die du kompostieren möchtest, auf der Bodenoberfläche. Im Prinzip ahmst du damit die Natur nach: Wenn eine faule Frucht von dem Baum fällt, nährt sie den Boden. Du kannst deine Kompostmaterialien mit ein bisschen Heu bedecken. Das Heu hat ästhetische Gründe, hält den Boden feucht und beschleunigt die Zersetzung. Bei dieser Methode gibt es keinen Energieverlust.Wissen solltest du allerdings, dass du damit leider keine Aussaaterde herstellen kannst.

Komposttoilette– für kleine und mittlere Fläche

Die Komposttoilette ist eine ökologische Art zur Wiederverwertung menschlicher Ausscheidungen. Sie funktioniert ganz ohne Chemie und Wasserspülung und stinkt trotzdem nicht. Die Komposttoilette muss trocken sein, damit sie nicht unangenehm riecht. Urin und Kot sind zu trennen und nach der Ausscheidung wird eine Schaufel Rindenmulch darauf gegeben. Da die Komposttoilette trocken sein muss, gibt man Kohlenstoffmaterialien hinzu, die bei der Zersetzung sehr lange dauern. Ein Jahr muss vergehen, bis du den Kompost nutzen kannst. Ansonsten ist es eine tolle, umweltfreundliche Methode, die für Gärten zu empfehlen ist.

Komposthaufen „Berkeley“– für grosse Fläche

Wenn man von Komposthaufen spricht, ist von mindestens einem Kubikmeter die Rede. Der Komposthaufen gehört zum Warmkompost. Nur grosse Menge an Materialien können zu Warmkompost werden. Die Methode „Berkeley“ geht sehr schnell – in maximal drei Wochen ist dein Kompost fertig. Als Wärmezünder dienen Kuh- und Pferdemist. Zudem werden grüne, dünne, frische stickstoffhaltige Materialien benutzt sowie Sägemehl und dünne, zerkleinerte Baumzweige. Die Materialien werden schichtweise gelegt, bis man eine Höhe von etwa eineinhalb Metern erreicht. Wichtig: Ausgiebig mit Wasser giessen. Täglich muss der Haufen umgedreht werden. Diese Methode ist ein bisschen aufwändig – aber dafür erhältst du schnell Kompost.

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