Tomatensamen gewinnen
Tomatensamen gewinnen: Zwei Methoden
28. August 2021

Kompostieren: Warm oder kalt?

Komposthaufen

Komposthaufen, © Laurent Lange 2021

Unter den vielen Kompostiermethoden gibt es zwei klare Kategorien: Die Warm- und die Kaltkompostierung. Welche Methode du anwenden willst, hängt vorallem davon ab, wie gross deine landwirtschaftliche Fläche ist. Anhand ihrer Grösse kannst du nämlich bereits Methoden ausschliessen. Auch die Zeit, die du zur Verfügung hast, spielt eine Rolle. Und natürlich, welche Methode du bevorzugst.

Warm- und Kalt Kompostierung

Warmkompostierung:

Die Warmkompostierung braucht mehr Arbeit als die Kaltkompostierung. Dafür ist der Kompost bereits nach ein paar paar Wochen fertig. Durch die Wärme wird der Verrottungsprozess beschleunigt. Damit der Kompost warm wird, müssen zwei Bedingungen erfüllt sein: Feuchtigkeit und Luft. Idealerweise wird der Komposthaufen 60 bis 70 Grad Celsius warm. Aufpassen solltest du, wenn die Temperatur auf über 100 Grad Celsius steigt –  denn dann kann sich den Komposthaufen von selbst anzünden. Um ein solches Szenario zu vermeiden, ist wichtig, den Komposthaufen im Halbschatten anzulegen und nicht zu viel Rasenschnitt zu verwenden. Die Zufuhr an Stickstoff und Kohlenstoff sollte wie bei allen anderen Kompostiermethoden im Gleichgewicht sein.

Die Vorteile gegenüber der Kaltkompostierung sind neben der schnellen Verrottung, dass schädliche Organismen und Samen kranker Pflanzen durch die Wärme absterben.

Die Nachteile gegenüber der Warmkompostierung sind neben dem Mehraufwand, dass der Warm-Kompost viel Platz braucht. Der Warm-Kompost zeugt aufgrund der Wärme viel Energie, die verloren geht, wenn man sie nicht verwendet. Zudem können Sickersäfte in dem Boden und Gase in die Luft gelangen.

Übrigens: Gegen den angesprochenen Energieverlust hat der französische Landwirt Jean Pain den „Biomeiler“ erfunden – eine „Kompostheizung“, mit der man etwa ein Gewächshaus beheizen kann.

Kaltkompostierung:

Die meisten Leute kompostieren kalt.  Die Technik ist einfach, aber der Kompost verrottet viel langsamer als bei der Warmkompostierung. Du kannst sie beschleunigen, indem du den Kompost regelmässig umrührst.

Die Vorteile gegenüber der Warmkompostierung sind neben der Einfachheit: Die Kaltkompostierung verursacht nur einen geringen Energieverlust, braucht wenig Platz, ist reich an Würmern und Mikro-Organismen, ist natürlich und eignet sich auch, um Essensreste zu recyceln.

Die Nachteile gegenüber der Warmkompostierung sind neben des langwierigen Verrottungsprozesses: Kaltkompostierung ist nicht geeignet für eine grosse Produktion von Kompost und ­– anders als bei der Warmkompostierung – schädliche Organismen und Samen kranker Pflanzensterben nicht ab.

Fazit:

Hast du einen kleinen Schrebergarten, dann ist Kaltkompostierung die perfekte Methode für dich. Umfasst deine Fläche mehrere Hektaren, dann ist eine Kombination zwischen Warm- und Kaltkompostierung ideal.

 

 

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