
Damit deine Pflanzen gedeihen: Kenne deinen Boden und seinen pH-Wert
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28. April 2023„Hast du einen grünen Daumen?“ Die Redewendung des grünen Daumens kennen wir alle. Der grüne Daumen symbolisiert die Beziehung zwischen uns und den Pflanzen. Konkret: Wenn deine Pflanzen nicht vorzeitig sterben, dann wirst du als Mensch mit grünem Daumen bezeichnet.
Wie alle Redewendungen ist auch an dieser etwas Wahres dran. Doch wie alle Redewendungen kann man auch diese nicht als absolut wahr betrachten. Das würde uns in unserer Betrachtungsweise der Dinge zu stark einschränken.
Wir behaupten, dass jeder Mensch einen grünen Daum besitzen kann. Wenn du das Gefühl hast, dass dies auf dich nicht zutrifft, werden wir dir das Gegenteil aufzeigen – vorausgesetzt, dass dich die Pflanzenwelt wirklich interessiert und du den Beitrag liest und umsetzt.
Hilfe, meine Pflanzen gehen ein!
„Meine Pflanzen sterben immer vorzeitig. Meine Tomaten, Gurken, Zucchini sind krank geworden. Und überhaupt: Meine Früchte- und Gemüseernte ist immer mickrig bis katastrophal.“
Keine Panik, wenn du schlechte Erfahrungen gemacht hast. Wir von PKBlog kennen das. Und es ist kein Schicksal. Sei versichert ;-)
Es gibt Menschen, die von Mutter Natur gesegnet zu sein scheinen. Egal, mit welchen Pflanzen sie in Berührung kommen – sie blühen und gedeihen. Den meisten Menschen geht es aber nicht von Anfang an so. Doch du hast es in der Hand, deine Beziehung zu Mutter Natur zu gestalten. Sie wird es bemerken und sich bei dir bedanken.
Ich möchte einen grünen Daumen!
Mutter Natur meint es immer gut mit uns. Was sie verlangt, ist, dass du mit ihr in symbiotischer Beziehung lebst. Die Voraussetzung für eine solche Beziehung ist die Freude an Pflanzen und an der Vielfalt des Ökosystems. Wenn dies bei dir vorhanden ist, kommt es gut. Ansonsten kannst du den Beitrag schliessen, deinen grünen Daumen vergessen und dich einer anderen Tätigkeit widmen.
6 wichtige Regeln für den grünen Daumen
Du hast bis hierher gelesen, weil du es vermutlich satt hast, zu sehen, wie deine Pflanzen eingehen. Kommen wir also zum wichtigsten Teil des Beitrags. Wenn du diese Tipps befolgst, werden deine Pflanzen gedeihen und ihr Erntestadium erfolgreich erreichen.
1. Vermeide Fehler beim Kaufen
Kaufst du deine Pflanzen im Supermarkt? Dann fehlt bereits die erste Voraussetzung, kräftige und gesunde Pflanzen zu bekommen. Lass dich nicht täuschen davon, wie die Pflanze im Supermarkt aussieht. Einige Zeit nach dem Umpflanzen werden die meisten Pflanzen aus dem Supermarkt Mühe haben, gesund zu bleiben.
Du bekommst die Pflanzen im Supermarkt zwar etwas günstiger als in einer Gärtnerei, doch sparst du damit am falschen Ort. Gib ein paar Franken oder Euro mehr aus und du wirst bei der Ernte bemerken, dass du der Gewinner bist – nicht wegen der guten Ernte, sondern auch finanziell. Übrigens: Dies gilt natürlich auch für Samen.
2. Wähle die richtige Erde
Wenn du Aussaat machen willst, brauchst du für fast alle Pflanzen Aussaat-Erde. Wenn es ums Umtopfen geht, kann man generell sagen, dass vielen Pflanzen einen leicht sauren bis neutralen Boden mögen (pH-wert zwischen 6 und 7). Spare auch nicht bei der Erde, sondern wähle eine gute Erde aus.
Beachte auch, dass verschiedene Pflanzen verschiedenen Boden brauchen. Überlege dir am besten, wo die jeweilige Pflanze natürlicherweise wächst. Logischerweise wirst du keinen Efeu in einem sandigen Boden oder Lavendel in einem Hhumosen Waldboden einpflanzen.
3. Wähle den richtigen Standort
Aussaat benötigt viel Licht, zu Hause wird sie deshalb auf der Fensterbank platziert, im Garten in einem korrekt gerichteten Gewächshaus (in das viel Licht gelangt). Die meisten Pflanzen benötigen mindesten sechs Stunden Sonnenlicht pro Tag. Es gibt aber Ausnahmen, deshalb sollten man sich ein wenig informieren darüber, mit was für einer Pflanzen man es zu tun hat.
4. Wasser – das richtige Mass
Hier scheinen viele Menschen den entscheidenden Fehler zu machen. Und ich zähle mich hier auch dazu. Auch wenn du bis jetzt alles richtig gemacht hast, kann das Giessen alle deine Mühe zunichtemachen.
Giesse am besten am Morgen und achte darauf, dass kein Wasser auf die Blätter deiner Pflanzen gelangt. Merke dir: “Lieber weniger Wasser als zu viel”. Wenn du zu viel Wasser gibst, dann sterben die Wurzeln deiner Pflanze ab und sie ist kaum mehr zu retten. Hast du zu wenig Wasser gegossen, hat die Pflanze viel grössere Chancen, sich zu erholen.
„Wie viel Wasser soll ich meinen Pflanzen also geben?“, fragst du dich vielleicht. Die Antwort ist: Finde es selbst heraus. Befühle die Erde mit deinem Finger und du wirst die Antwort wissen. Die Erfahrung wird sich dann von selbst in dir verankern.
5. Dünge deine Pflanzen
Pflanzen im Wachstumsstadium benötigen viele Nährstoffe, von denen es manchmal in der Erde zu wenige gibt. Deshalb düngen wir. Auch hier gilt – wie beim Wasser: Weniger ist mehr. Wir von PKBlog schwören auf den Superdünger Brennesseljauche. Du kannst deine Pflanzen im Wachstumsstadium einmal pro Woche düngen. Den Dünger mischst du im Verhältnis von eins zu zehn mit Wasser. So werden deine Pflanzen kräftiger. Brennesseljauche schützt zusätzlich vor Krankheiten.
6. Was tun mit kranken Pflanzen?
Wenn deine Pflanzen krank sind, solltest du möglichst früh alle kranken Pflanzenteile entfernen und verbrennen, um eine Ansteckung anderer Pflanzen zu verhindern.
Wie du Pflanzenkrankheiten vorbeugen kannst? Mit allem, was du bisher gelesen hast. Aufgrund von äusseren Faktoren wie etwa Aussentemperaturen können Pflanzen aber dennoch krank werden. Das lässt sich nicht vollständig verhindern. Wichtig ist, dass du schnell reagierst, wenn du bemerkst, dass eine Pflanze krank ist.
Fazit
Du hast bis hierhin gelesen. Gratulation und willkommen im Club der grünen Daumen :-) Mit diesen sechs simplen Regeln wird sich definitiv etwas ändern. Manchmal gelingt etwas nicht – das gehört dazu. Denn es braucht auch Erfahrung, die du dir mit der Zeit aneignest.
Hat dir dieser Beitrag geholfen? Wir würden uns freuen, über deine Erfahrungen zu lesen.




