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Knoblauch: Nicht nur gegen Vampire wirksam

Knoblauch für den Sud

Knoblauch für den Sud, © Laurent Lange 2018

Der Gärtner geht voller Vorfreude in seinen Garten. Alle Kulturpflanzen gedeihen prächtig. Alles scheint in Ordnung zu sein. Die Tomaten und Karotten haben einen beträchtlichen Wachstumssprung gemacht. Zeit, die Pflanzen zu giessen. Beim Wasserholen bemerkt der Gärtner weisse Flecken auf den Gurkenblättern. Die Alarmglocken klingeln. Ist es Mehltau oder ein Virus, fragte er sich? Zeit, schnell etwas dagegen zu unternehmen.

Kein Hobby-Gärtner oder Landwirt war nicht schon einmal (eher mehrmals) mit einer Pflanzenkrankheit konfrontiert. Das Wissen um Pflanzenkrankheiten ist wichtig, um ihnen entgegenzuwirken. Niemand möchte seine Pflanzen eingehen sehen. Es braucht Erfahrung und ein wenig Glück, um seine Pflanzen und Kulturpflanzen vor Krankheiten zu schützen oder um sie zu heilen.

Eine Methode gegen Krankheiten ist der Knoblauchsud. Es wirkt präventiv und heilend. Knoblauch-Sud ist einfach herzustellen. Was wichtiger und vielleicht weniger einfach ist: Die Krankheiten richtig zu diagnostizieren. Denn Knoblauchsud ist nicht für alles gedacht, kann aber als Bio-Mittel ohne Bedenken verwendet werden.

Gegen was wird Knoblauchsud angewendet?

Knoblauchsud wirkt generell gegen Pilze und Schädlinge.

Gegen welche Pilze wirkt der Knoblauchsud?

Mehltau, Rost, Sternrusstau und Braunfäule.

Einige Pflanzen, die davon betroffen sein können

  • Rost: Davon können etwa Rosen oder Rhododendren befallen werden.
  • Sternrusstau: Rosen und Lorbeer können von Sternrusstau (Schwarzfleckenkrankheit) befallen werden.
  • Braunfäule: Braunfäule greift häufig Tomatenpflanzen an. Auch Kartoffeln sind beliebte Opfer dieser Krankheit.
  • Mehltau: Mehltau greift viele Pflanzen an. Rosen, Zucchini, Gurken und Weinreben können davon befallen werden.

Gegen welche Schädlinge wirkt der Knoblauchsud?

Blattläuse (und andere Läuse) sowie Spinnmilben.

Einige Pflanzen, die davon betroffen sein können

Buschbohnen, Karotten und Kohlgemüse werden oft von Blattläusen befallen. Ausnahme sind die resistenten Sorten. Gegen Spinnmilben resistente Sorten scheint es nicht zu geben, somit wird der Knoblauchsud unumgänglich. Zum Beispiel für Aubergine, Gurken und Bohnen.

Wir haben nur paar Pflanzen erwähnt, die durch Pilze und Schädlingskrankheiten befallen werden können. Diese Liste ist natürlich nicht vollständig. Das ist auch nicht nötig. Viel wichtiger ist es, zu verstehen, um welche Krankheit es sich handelt. Dafür kannst du dir die Bilder am Ende des Beitrags anschauen.

Vorher wollen wir dir aber noch zeigen, wie du den Knoblauchsud herstellst.

Das Rezept

Wir haben das einfachste Rezept ausgewählt. Keine Sorge: Es ist genauso wirksam wie andere Rezepte

Du brauchst:

  • 100g Bio-Knoblauch
  • 1 Liter filtriertes Wasser oder Regenwasser

Schäle die Knoblauchzehen und hacke sie grob. Weiche sie zehn Stunden lang im Wasser ein. Koche danach das Wasser mit den Knoblauchzehen auf und lasse es während 15 Minuten kochen. Lass den Sud auskühlen. Danach kannst du ihn direkt auf die Blätter sprühen und den Stamm der Pflanzen damit begiessen.

Wiederhol das während vier Tagen zwei- bis dreimal am Tag. Den Knoblauchsud kannst du etwa vier Tage lang aufbewahren. Danach solltest du neuen Sud ansetzen.

Video

Dieses kleine Video zeigt dir, wie man Knoblauchsud selber herstellt.

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