Trommelkomposter
So baust du dir den kompakten Trommelkomposter
15. September 2019

Kompost: 8 Dinge, die du beachten solltest

Zersetzung Kompostmaterialien noch nicht vollständig

Zersetzung Kompostmaterialien noch nicht vollständig, © Laurent Lange 2019

Wer seinen eigenen Kompost herstellt, leistet einen Beitrag zur Umwelt. Beim Kompostieren setzen wir um, was uns die Natur zeigt.

Kompostieren verbessert deinen Boden deutlich – und zu 100 Prozent auf natürliche Weise. Die Bodenbesserung zeigt sich auch in deinen Pflanzen, die stärker werden und mehr Erträge bringen. Kompostieren schützt gegen Bodenerosion. Die organischen Materialien im Kompost absorbieren Wasser als Vorrat und ermöglichen es so, weniger Wasser zu verbrauchen. Kompostieren ist zugleich auch recyceln, was Transportwege und deine wertvolle Zeit spart. Dünger im Baumarkt kaufen ist durch kompostieren Geschichte.

Nun was nützten uns alle diese guten Eigenschaften von Kompost,  wenn wir bei seiner Herstellung Fehler machen? Die folgenden Zeilen sind dazu da, dies zu vermeiden – und dir zu helfen, erfolgreich zu kompostieren.

8 Dinge, die zu beachten sind 

  1. Wähle den richtigen Standort:

    Der Ort, wo du den Kompost anlegst, sollte mit der Schubkarre gut erreichbar sein. Ideal ist auch ein Standort nicht weit vom Haus. Zu vermeiden ist es allerdings, den Kompost unter das Fenster des Nachbars zu stellen – ein gut gemachter Kompost stinkt zwar nicht, aber sicher ist sicher. Ein halbschattiger Ort ist wichtig und richtig. An der prallen Sonne vertrocknen die organischen Materialien und an dem Schatten besteht die Gefahr von Fäulnis. Der Kompost braucht Luftzirkulation, aber auch dies in Massen. Das bedeutet, dass du dein Kompost vom Wind schützen solltest– aber eben nicht komplett.

  1. Kompost auf offene Erde legen:

    Wenn du den Kompost auf offene Erde legst, können Bodenlebewesen wie Würmer die Zersetzung von organischen Materialien unterstützen und deinen Kompost deutlich verbessern. Das überschüssige Wasser kann dann auch besser abfliessen, als wenn der Kompost in einem Behälter steht. Natürlich kommt es hier auch darauf an, mit welcher Methode du arbeitest.

  1. Verschiedene organische Materialien nutzen:

    Je mehr unterschiedliche organische Materialien in deinem Kompost verrotten, desto besser seine Qualität. Jedes Materialhat unterschiedliche und unterschiedlich viele Nährstoffelemente, die deinem Kompost zugutekommen. Eine Diversifizierung ist also wichtig.

  1. Organische Materialien zerkleinern:

    Ich gehe davon aus, dass du deinen Kompost lieber morgen als übermorgen verwenden möchtest. Zerkleinerst du Materialien, zersetzen sie sich schneller. Fäulnis wird verhindert, wenn die Materialien zerkleinert sind, weil die Bodenlebewesen schneller mit den organischen Materialien fertig sind. Dein Kompost wird dadurch qualitativer.

  1. Zitrusfrüchte dürfen auch in den Kompost:

    Ja, richtig gelesen! Alles andere sind Mythen. Das einzige Problem mit den Zitrusfrüchten ist ihr langer Verrottungsprozess. Deswegen solltest du sie sehr gut zerkleinern. Der Grund, warum Zitrusfrüchte oft als nicht kompostierbar abgestempelt werden, ist, dass wir damit ist Wachs und Schadstoffe verspritzen könnten. Wenn die Zitronen biologisch sind, braucht uns das nicht zu kümmern. Auch die Säure der Zitrusfrüchte ist kein Problem, so lange der Kompost diversifiziert ist.

  1. Prüfe den Karton:

    Du solltest nur Kartons ohne Tintenschrift in den Kompost geben. Vorallem farbige Tintenschrift beinhaltet Schwermetall. Ich habe festgestellt, dass das Problem mit der Tintenschrift so ziemlich jeder kennt. Was weniger bekannt scheint, ist, dass man auch die Herkunft von Kartons zu kontrollieren sollte. Wenn die Kartons etwa aus China oder Pakistan kommen, sind sie gegen Insekten behandelt worden – dann also bitte auch nicht benutzen.

  1. Auf das C/N-Verhältnis achten:

    Das Verhältnis zwischen Stickstoff- und Kohlenstoff ist ein weiterer wichtiger Bestandteil eines guten Komposts. Generell wird gesagt, man sollte für den Kompost 25- bis 30-mal mehr Materialien aus Kohlenstoff als aus Stickstoff benutzen. Darauf basierend kannst du deine eigenen Rezepte entwickeln und Erfahrungen sammeln. Wenn du mehr über das C/N-Verhältnis wissen willst oder musst, kannst du auf die Stickstoff- und Kohlenstoff-Tabelle klicken .

  1. Luft und Wasser wird benötigt:

    Wenn im Kompost nicht genügend Sauerstoff vorhanden ist, beginnt er zu faulen. Wenn der Kompost stinkt, kann das ein Indikator dafür sein, dass er zu wenig Sauerstoff hat. Wichtig ist, das Stickstoff- und Kohlenstoffhaltige Materialien gut miteinander vermischt sind. Du sollest jeden Tag deinen Kompost umgraben. Wasser ist für die Verrottung essentiell. Dein Kompost sollte mindestens 60 Prozent Wasser enthalten. Kontrolliere also tagtäglich, ob dein Kompost feucht genug ist.

Stickstoff- und Kohlenstoff Tabelle zum herunterladen

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