Schädlingsbekämpfung in der „Sankofa Rainbow Roots Farm“

Mulch in der "Sankofa Rainbow Roots Farm"
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Schädlingsbekämpfung in der „Sankofa Rainbow Roots Farm“

Schädlingsbekämpfung in der "Sankofa Rainbow Roots Farm"

Schädlingsbekämpfung in der "Sankofa Rainbow Roots Farm", © Laurent Lange 2019

Blattläuse, Schildläuse, Schnecken, Spinnmilben … All diesen Schädlingen sind wir vielleicht nicht persönlich begegnet – aber die Verwüstung, die sie hinterlassen, können wir ihnen klar zuordnen.

In St. Lucia sind die Schädlinge nicht unbedingt die Gleichen. Aber das Ziel bleibt das Gleiche: Gemüse und Salate zu schützen. Wir waren gespannt darauf, ein neues Mittel gegen die Schädlinge kennen zu lernen.

In der „Sankofa Rainbow Roots Farm“ verwenden die Rastas unter anderem drei Methoden zur Schädlingsbekämpfung: Einen Sud, Pufferzonen und Pflanzenkombinationen.

Sud zur Schädlingsbekämpfung

Charlemagne Mattaniah erklärte uns, dass Oleander eine gute Pflanze zur Schädlingsbekämpfung sei. Wir wussten, dass Oleander giftig ist – aber davon, dass man ihn zur Schädlingsbekämpfung einsetzen kann, hatten wir noch nie gehört.

Für den Sud kocht Charlemagne den Oleander ab und bindet ihn mit „Blue Soap“ – jamaikanischer Seife. Die fertige Mischung sprüht er auf seine Pflanzen.

Bekannter als Mittel zur Schädlingsbekämpfung ist der Niembaum. Der Niembaum wächst in Regionen mit tropischem und subtropischem Klima. Die ayurvedische Medizin schätzt seine heilenden Eigenschaften und setzt ihn unter anderem gegen Hepatitis, Verdauungsstörungen oder Bluthochdruck ein. Die Landwirtschaft nutzt den Niembaum als Insektizid und Fungizid.

Charlemagne macht daraus auch einen Sud, verbindet ihn mit „Blue Soap“ und sprüht ihn auf seine Pflanzen.

Leider hat uns Charlemagne das Rezept nur grob erklärt. Wir wissen, dass generell die Samen und das Öl des Niembaums gegen Insekten eingesetzt werden. Den Sud macht Charlemagne aber aus anderen Pflanzenteilen. Wenn du dich für die genaue Rezeptur interessierst, schreib uns gerne einen Kommentar, dann werden wir sie bei Charlemagne anfragen.

Pufferzone gegen die Schädlingsverbreitung

Charlemagne verwendet unter anderem Zitronengras, Ringelblumen und Tagetes,um eine Pufferzone gegen Schädlinge zu erstellen.

Zitronengras und Ringelblumen sind auch als Heilpflanzen bekannt. Falls du mehr über ihre Wirkung wissen möchtest, empfehle ich dir den Beitrag „Pflanzenmedizin“.

Gegen welchen Schädling schützen diese drei Pflanzen?

  • Mücken und weisse Fliegen vertragen den Duft des Zitronengrases nicht.
  • Ringelblumen wirken gegen Fadenwürmer und Schnecken.
  • Tagetes sind gut gegen Blattläuse.

Solche pflanzlichen Barrieren sind Schutzmassnahmen und wahre Arbeit mit der Natur – ganz im Sinne der Permakultur.

Mischkultur als natürliche Festung

Pflanzenkombinationen sind nützlich. Es gibt Pflanzen, die natürlicherweise gute Nachbarn sind. Und manche Schädlinge trauen sich durch bestimmte Kombinationen gar nicht, sich deinen Pflanzen zu nähern.

So schützt etwa die Kombination aus Basilikum und Gurken vor Mehltau. Tomaten und Buschbohnen wehren Blattläuse ab.

Charlemagne benutzt Knoblauch gegen die weisse Fliege. Er schützt damit Bohnen, Radieschen oder Spinat.

Fazit

Wir haben gewisse Ähnlichkeiten mit der europäischen Permakultur gefunden – so etwa die Mischkultur. Gleichzeitig sind für uns die Rezepte mit Oleander und „Blue Soap“ total neu. Ausprobiert haben wir es nicht.

Im Video erfährst du mehr darüber, wie Charlemagne mit Schädlingen umgeht.

Viel Spass!

Video

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