So sicherst du dir eine gute Tomatenernte

Coronavirus: Massenkonditionierung und neue Welt
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12. April 2020

So sicherst du dir eine gute Tomatenernte

Tomaten auf Stamm

Tomaten auf Stamm, © Laurent Lange 2020

Tomaten gehören zu den beliebtesten Fruchtgemüsen in Europa. Das hat verschiedene Gründe: Sie sind kalorienarm, riechen und schmecken gut, werden in vielen europäischen Rezepten gebraucht, wirken krebshemmend und ihnen wird eine aphrodisierende Wirkung nachgesagt. Aus all diesen Gründen und weil die Tomaten kaum mehr aus unseren Gärten wegzudenken ist, wollen wir uns eine gute Tomatenernte sichern.

Mitte Mai: Zeit, die Tomaten zu setzen

Ab Mitte Mai sind die Eiseiligen vorbei und das Anpflanzen kann beginnen. Davor besteht die Gefahr von Frost – die Tomatensetzlinge könnten eingehen. Beachte bei den Setzlingen, dass du keine Hybridsorten bekommst – denn das wiederspricht dem Sinn der Permakultur. Beachte ebenfalls, dass die Tomaten viel Platz benötigen, um richtig zu gedeihen, mindestens 50 cm Abstand solltest zwischen den einzelnen Pflanzen einplanen. Zudem braucht jede Pflanze eine Rankhilfe.

Der richtige Standort und Boden für Tomaten

Standort:

Du benötigst einen sonnigen Standort sowie Schutz gegen Wind und Regen. Eine Südwand wäre optimal: Hier bekommen die Tomaten genügend Sonne und sind vor Wind geschützt. Auch Tomatenvlies bietet Schutz gegen Wind. Um deine Tomaten vor Braunfäule zu schützen, ist es notwendig, ein Dach gegen den Regen zu konstruieren.

Richtiger Boden:

Der ideale pH-Wert des Bodens für Tomaten ist 6 pH. Sie brauchen also idealerweise einen nährstoffreichen, humosen, lehmigen und kalkhaltigen Boden. Mit anderen Worten: einen leichten, durchlässigen und feuchten Boden. Auf keinen Fall solltest du Tomaten in einen säurehaltigen Boden einpflanzen. Dieser speichert kein Wasser und es wird es nichts mit den Tomaten.

Kompost und Mulch 

In der Permakultur hat der Einsatz von Kompost und Mulch einen hohen Stellenwert. Mulch verbessert den Boden und Kompost beschleunigt das Wachstum.

Der Superdünger Brennesseljauche sollte ebenfalls nicht fehlen. Wenn du auf fertige Dünger zurückgreifen möchtest, dann bitte nur auf Bio-Dünger. Am bestens stellst du Kompost selber her – und zwar im Herbst, wenn die bio-organische Substanz vorhanden ist.

Falls die Blätter blass werden, leiden die Tomaten unter Kalzium-Mangel. Das ist das Signal an dich, dass du mehr Düngung verwenden solltest.

Mulchen kannst du mit Tomatenlaub, Hornspänen, Brennnesselblättern oder Gras.

Tomaten ausgeizen

Eine kleine aber wichtige Sache, die beim Hobbygärtnern oft vernachlässigt wird, ist das sogenannte Ausgeizen. Die Seitentriebe der Tomaten solltest du konsequent entfernen, idealerweise einmal pro Woche. Wenn du das nicht tust, werden mehr Tomatenzweige entstehen, aber sie werden nie ihre volle Pracht erreichen. Das wirkt sich negativ auf den Geschmack der Tomaten aus.

Tomaten Seitentriebe

Tomaten Seitentriebe

Gut bewässern

Tomaten sind durstige Pflanze. Vergiss nicht, sie mit ausreichend Wasser regelmässig zu versorgen. Im Hochsommer einmal pro Tag am Morgen oder Abend. Der Boden darf nie ausgetrocknet sein.

Mischkultur für Pflanzenschutz und ertragreiche Ernte

Die Mischkultur hat eine doppelte Funktion: Sie schützt und kräftigt die Tomaten. Tomaten benötigen viele Nährstoffe. Deswegen sollte der Nachbar keinen Nährstoffsauger sein. Gartenkresse schützt die Tomaten vor Blattläusen. Petersilie oder Basilikum wachsen sehr gut mit Tomaten ­– und du hast die Kräuter, die geschmacklich passen, gleich vor Ort. Basilikum soll zudem gegen Mehltau schützen. Blumen wie Tagetes oder Ringelblumen schützen gegen die weisse Fliege und ziehen Bienen und Hummeln an, die durch Bestäubung der Blüten deine Tomaten ertragreicher machen.

Tomaten und Basilikum gute Nachbarn

Tomaten und Basilikum gute Nachbarn

Im nächsten Jahr den Standort wechseln?

Diese Frage taucht immer häufiger auf, weil anscheinend unterschiedliche Theorien im Umlauf sind. Tomaten benötigen eigentlich kein Standortwechsel. Ausser in den folgenden zwei Fällen:

  • Der pH-Wert des Bodens hat sich geändert, der Boden ist zu sauer für Tomaten.
  • Die Tomatenpflanzen des Vorjahres wurden von Krankheiten befallen.

Fazit

Tomaten sind  empfindliche Pflanze. Aber wenn man sie richtig pflegt, wird die Ernte ein Erfolg. Wir haben alles erwähnt, was unserer Meinung nach eine gute Tomatenernte sichern wird. Haben wir dennoch etwas vergessen? Dann freuen wir uns über deinen Kommentar.

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