STOP Corrida! Eine mörderische Tradition

Lakhovsky-Spule
Elektrokultur: Die Lakhovsky-Spule
24. April 2022
Tropfen aus Pet-Flasche
Ab in den Urlaub: Wie wäre es, wenn du deine Pflanzen mithilfe einer Plastikflasche gießen würdest?
9. Juli 2022

STOP Corrida! Eine mörderische Tradition

Stop Corrida

Stop Corrida, © Laurent Lange 2022

Anlässlich der traurigen und jährlichen Stierfolter in Pamplona wollen wir über Stierkämpfe berichten. Leider wissen viele Menschen nicht, welches Leid diesen Tieren zugefügt wird. Der Stier will nur eins: In Frieden leben und bestimmt nicht in solch ein barbarisches Spiel hineingezogen werden. Es ist ausser Diskussion, dass Stierkämpfe eine grausame „Tradition“ sind.

Das bekannte Wort „Corrida“ aus dem Spanischen bedeutet Stierkampf. Genauer betrachtet, wird Corrida als Stierrennen bezeichnet. Wenn die Stiere durch die engen Gassen von Pamplona rennen, sieht das aber eher nach Todeskampf als nach einem Rennen aus. Obwohl auch die Stiere in der Arena verdammt sind zu rennen, weil sie einfach flüchten wollen oder verwirrt sind.

Wir werden die brutale San-Fermin-Tradition von Pamplona nicht schonen. Sie ist unsinnig und hat nichts mit einer Tradition zu tun. Sie ist einfach krank.

Die Tradition der Corrida, die eben auch keine ist, wird in Spanien (Ursprungland), in manchen Orten Portugals, Süd-Frankreichs und in manchen Ländern Lateinamerikas praktiziert. Die Corrida gibt es schon lange, der Erfinder war Franscico Romero im 18. Jahrhundert. Mit einem roten Stoff und durch die Muleta (Genehmigung zum Töten) wird diese Pseudo-Tradition bis zu unserer heutigen Zeit aufrechterhalten.

Sind Stiere aggressiv?

Wenn Stiere in einer Arena auf einen Torero (Stierkämpfer) losgehen, können sie nur als aggressive Tiere betrachtet werden. Dennoch müssen wir zwischen Form und Inhalt unterscheiden. Die Form ist ein aggressives Tier, das auf den Torero losgeht. Der Inhalt ist einen sensibel Tier, das leidet. Dieses Tier kann dich aus vollem Herzen mögen, wenn du ihm gutes willst und es nicht folterst.

Ja, Stiere sind friedliche Tiere. Stiere wollen kein Mensch töten – aber Menschen wollen Stiere töten. Vor einem Kampf werden Stiere gefoltert. Dies beginnt mindestens 1 Woche vor dem Kampf. Das Tier wird geschwächt, in der Dunkelheit gehalten. Futter und Wasser werden gekürzt oder vorenthalten, damit der Stier nervöser wird. Er wird auf die Nieren geschlagen, damit er geschwächt wird und es werden Substanzen in seine Augen getan, damit seine Sicht getrübt wird. Eigentlich ist dies ein Bruchteil des Folterns. Es gibt noch viel mehr grausame Dinge, die gemacht werden, um den Stier vor dem Kampf zu schwächen. Deshalb sind Toreros Feiglinge und einfach unwürdig.

Wenn Toreros „Trophäen“ wie etwa die Ohren oder den Schwanz der Stiere abschneiden, und dies öfter, während die Stiere bei vollem Bewusstsein sind, ist das alles andere als eine Heldentat. Von dem schwingenden rotes Tuch und der Eleganz des Ausweichens einer Attacke bleibt nur die Realität eines kranken Mords.

Ein rotes Tuch für die Menschheit?

Wenn wir Menschen solch eine Pseudo-Tradition anschauen und sogar unterstützen, haben wir den Namen Mensch nicht verdient. Natürlich schützt auch Unwissenheit nicht vor Verantwortung. Wir müssen das Unterscheidungsvermögen besitzen, um den primitiven Akt der Toreros anzuerkennen.

Im Nu könnten wir eine andere Tradition entstehen lassen, eine Tradition des Respekts und der Dankbarkeit für dieses wunderschöne Tier. Werfen wir das rote Tuch des Toreros in die Senkung der Geschichte, damit diese Folter-Tradition für immer verschwindet.

Immerhin scheint diese Attraktion der Folter und des Mords nicht mehr ganz so attraktiv zu sein wie noch vor 10 Jahren. Seit 2012 gilt das Stierkampfverbot in der Region Katalonien. Manche werden sagen, dass es dabei nur darum ging, Madrid die Stirn zu zeigen, und andere wiederum sagen, dass das Verbot aus Humanismus eingeführt worden sei. 2017 wurde auf den kanarischen Inseln ein Gesetz verabschiedet, das verbietet, die Stiere in der Arena zu töten und zu verletzen. Auch das ist gut, aber nicht genug. Dieses Morden im Namen der Tradition muss für immer und von überall verschwinden.

Fazit

Danke, dass du bis hierhin gelesen hast. Die Stiere leiden. Davon hat niemand etwas, ausser ein paar Toreros, die damit viel Geld verdienen. Corrida ist sinnlos. Gehen wir nie zur Corrida und informieren wir unsere Mitmenschen, dass dies keine Tradition ist. Erklären wir ihnen, was es wirklich ist: Mord. Es ist eine Frage des Bewusstseins. Wenn wir alle das tun, machen wir schon vieles gut. Und nicht nur für die Stiere, sondern für den allgemeinen Fortschritt. Es ist nicht viel. Danke!

Video

Video links: Dieser hübsche Stier amüsiert sich, indem er dem Menschen besondere Aufmerksamkeit schenkt. Er achtet darauf, seinen Gegner nicht mit seinen Hörner zu verletzen.
Verdienen sie diesen Ausbruch von Gewalt in der Arena?
Video rechts: Am Samstag, den 31. Oktober 2015, wollten Studenten des Instituts für Technologie und Höhere Studien in Monterrey (ITESM) in Mexiko beweisen, dass ein in einer Arena freigelassener Stier nicht auf Angriff aus ist, sondern von der Bewegung (Person oder Umhang) angezogen wird. Für das Experiment wurde ein junger Stier inmitten von 40 aufgereihten und unbeweglichen Studenten losgelassen. Der Stier wird zwischen den Personen hindurchgehen, ohne sie anzugreifen. Das Tier wird durch die Arena rennen und versuchen zu entkommen.

Wenn ein Stier nicht angegriffen wird, greift er nicht an

 

Wir möchten uns besonders bei Sabrina Djordjievska bedanken, die uns freundlicherweise erlaubt hat, das linke VideoEin sehr friedlicher Stier” herunterzuladen. Weitere Informationen finden Sie unter folgendem Link: Cazarrata

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.