Wühlmäuse: 2 Methoden, sie loszuwerden

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Wühlmäuse: 2 Methoden, sie loszuwerden

Hermelin mit Maus

Hermelin mit Maus / Foto: © Filippo Nucifora

Wenn man sie sieht, findet man sie vielleicht noch herzig. Aber spätestens, wenn man sich sein Gemüse ansieht, wird die Wühlmaus zum erklärten Feind.

Wie erkennst du einen Wühlmausbefall?

Wühlmäuse sind Vegetarier und freuen sich, wenn Gärtner Gemüse anpflanzen. Sie mögen zum Beispiel Wurzelgemüse wie Karotten, Knollensellerie, Kartoffeln, Pastinaken oder die Wurzelrinde von Obstbäumen. Wenn im Frühjahr deine Wurzelgemüse angeknabbert und deine Obstbäume geschwächt sind, ist das sehr wahrscheinlich das Werk von Wühlmäusen.

Ein anderes Anzeichen für Wühlmäuse sind Erdhaufen. Hier musst du allerdings unterscheiden zwischen den Erdhaufen von Wühlmäusen und Maulwürfen.

Erdhaufen von Maulwürfen sind höher, der Eingang ist in der Mitte und die Erde ist gleichmässig verteilt, während Erdhaufen von Wühlmäusen niedriger sind, der Eingang seitlich liegt und die Erde ungleichmässig verteilt ist.

Das dritte Indiz: Der Maulwurf isst Käfer und Insekten, aber kein Gemüse. Falls also Essensreste auf den Erdhaufen zu finden sind, dann lässt das auf Wühlmäuse schliessen.

Methode 1: Die Wieselburg

Wieselburg der Bio-Gärtnerei Birchhof

Wieselburg der Bio-Gärtnerei Birchhof

Um Wühlmäusen entgegenzuwirken, können wir uns mit ihren natürlichen Feinden verbünden. Einer, der Wühlmäuse zum Fressen gern hat, ist das Wiesel – vor allem das Mauswiesel. Es muss angelockt werden. Diese Methode ist für landwirtschaftliche Fläche gedacht. Das Wiesel wird sich kaum in einem Schrebergarten einnisten – zumindest nehmen wir das an. Das Wiesel ist an Waldrändern, Grünland oder Weinbergbrachen zu finden.

Falls du „nur“ einen kleinen Garten besitzt, der regelmässig von Wühlmäusen heimgesucht wird, du aber keinen Platz für eine Wieselburg hast, dann verraten wir dir weiter unten eine gute Alternative.

Zum Bau: Die Wieselburg-Fläche sollte mindestens zwei Quadratmeter Durchmesser haben. Den Boden lockerst du mit einer Grelinette auf und trägst etwa 40 cm Erde ab. Dann baust du Nisthöhlen (zwei bis drei Eingänge) aus Steinen und dickem Geäst. Darauf legst du einen mindestens meterhohen Haufen aus dünneren Ästen. Die Wieselburg sollte dicht gebaut werden, sodass natürliche Feinde wie der Fuchs oder die Eule nicht hineinkommen.

Zur Pflege: Die einzige Pflege, die die Wieselburg braucht, ist, dass du hochgewachsene Pflanzen und Gräser regelmässig entfernst. Wenn etwa die Wieselburg der Bio-Gärtnerei Birchhof Pflege braucht, holen die Gärtner die Schafe und lassen sie neben der Wieselburg grasen.

Fazit: Eine Wieselburg ermöglicht Wieseln einen sicheren Unterschlupf. Auch Wiesel gehören zu den bedrohten Spezies. Die Ursachen sind Monokultur und immer kleinere Lebensräume. Das Wiesel benötigt Hilfe, und wenn du ihm ein Zuhause baust, wird es sich bei dir bedanken und die Wühlmäuse-Plage bekämpfen.

Den Ausdruck „Wieselburg“ habe ich übrigens das erste Mal in der Bio-Gärtnerei Birchhof gehört. Ich finde persönlich, dass es ein toller Name ist für den Unterschlupf dieses kleinen Raubtiers.

Methode 2: Die Kreuzblättrige Wolfsmilch

Kreuzblättrige Wolfsmilch

Kreuzblättrige Wolfsmilch

Diese Pflanze ist für alljene, die keine grosse Fläche für den Bau einer Wieselburg zur Verfügung haben und trotzdem ihre Wühlmäusen loswerden möchten.

Die Kreuzblättrige Wolfsmilch ist eine zweijährige Pflanze, die sehr pflegeleicht ist. Sie ist vor allem dafür bekannt, dass sie Wühlmäuse vertreibt. Ihre Wurzelausscheidung scheinen die Wühlmäuse nicht zu mögen.

Mein Vater hat vor Jahren in seinem Garten Kreuzblättrige Wolfsmilch gepflanzt und hat seither keine Wühlmäuse mehr. Die Methode ist also erprobt und hat sich bisher bewährt.

 

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